Informationsschreiben der Bezirkshauptmannschaft St. Pölten betreffend Lagerung und Entfernung von Grün- und Strauchschnitt

Grün- und Strauchschnittlagerungen an Gewässern (z.B. an Bächen aber auch an teilweise trockenen Gräben) können zu einer Verschärfung der Hochwassersituation führen und die Wasserqualität stark mindern.

Abgeschwemmter Grünschnitt kann Rohre und Brücken verlegen, sodass es zu unkontrollierten Ausuferungen und zu schweren Schäden an Bauwerken kommen kann.
Durch die hohen Temperaturen in der warmen Jahreszeit kommt es zu vermehrten Abbauprozessen im Grünschnitt und es bilden sich dadurch organisch hoch belastete Sickersäfte. Gelangen diese ins Gewässer verschlechtert dies massiv die Gewässerqualität und kann sogar zu Fischsterben führen.

Grün- und Strauchschnitt darf daher nicht in der Nähe eines Gewässers oder gar in diesem gelagert werden!
Aufgrund der negativen Auswirkungen durch Grün- und Strauchschnittlagerungen an Gewässern ist dies auch von Gesetzes wegen untersagt und eine entsprechende Missachtung bzw. ein Zuwiderhandeln kann ein Verwaltungsstrafverfahren nach sich ziehen.
Für eine gute Wasserqualität und eine schadlose Abfuhr von Hochwässern ist es daher erforderlich, den Grün- und Strauchschnitt zu dafür entsprechend errichteten Lagerplätzen oder Abfallzentren zu bringen.

Waldbrandgefahr in Niederösterreich

Vorsorge und Aufmerksamkeit sind entscheidend

Die ersten Augusttage 2026 haben eindrucksvoll gezeigt, wie rasch sich Wald- und Vegetationsbrände in Niederösterreich entwickeln können. Anfang August sorgten mehrere Brände im Föhrenwald der Region Wiener Neustadt und St. Egyden am Steinfeld für große Feuerwehreinsätze. Besonders der Großbrand im Föhrenwald bei St. Egyden entwickelte sich aufgrund extremer Trockenheit und ungünstiger Wetterbedingungen zu einem der größten Waldbrände der jüngeren niederösterreichischen Geschichte. Auch im Kamptal standen die Einsatzkräfte vor einer Herausforderung: In Plank am Kamp griff ein zunächst entstandener Flurbrand auf den angrenzenden Wald über und machte einen umfangreichen Feuerwehreinsatz erforderlich.

Trockenheit und Hitze erhöhen das Risiko

Der Sommer 2026 ist in weiten Teilen Niederösterreichs von anhaltender Trockenheit, hohen Temperaturen und geringer Bodenfeuchtigkeit geprägt. Diese Bedingungen erhöhen die Waldbrandgefahr erheblich. Bereits kleine Zündquellen können ausreichen, um trockenes Gras, Laub oder Waldboden zu entzünden. Besonders gefährdet sind die Föhrenwälder des südlichen Niederösterreichs, deren trockene Streuschicht eine rasche Ausbreitung von Bränden begünstigt. Die Kombination aus Hitze, Wind und ausgetrockneter Vegetation schafft Bedingungen, unter denen sich selbst kleinere Brände innerhalb kurzer Zeit zu großflächigen Ereignissen entwickeln können.

Feuerwehren sind bestens vorbereitet

Die niederösterreichischen Feuerwehren haben sich in den vergangenen Jahren intensiv auf die zunehmende Waldbrandgefahr vorbereitet. Neben einer umfassenden Ausbildung wurden spezielle Waldbrand- und Vegetationsbrand-Einheiten aufgebaut. Diese verfügen über moderne Einsatzmittel, die speziell für die Bekämpfung von Bränden in unwegsamem Gelände ausgelegt sind.

Zur Ausrüstung zählen unter anderem geländegängige Einsatzfahrzeuge, Löschrucksäcke, spezielle Handwerkzeuge zur Anlage von Brandschneisen, Wärmebildkameras zur Glutnestersuche sowie leistungsfähige Pumpen- und Schlauchsysteme. Darüber hinaus stehen Katastrophenhilfsdienst-Einheiten bereit, die bei größeren Ereignissen rasch zusätzliche Mannschaften und Ausrüstung bereitstellen können. Bei Bedarf unterstützen auch Hubschrauber die Brandbekämpfung aus der Luft. Die jüngsten Einsätze haben gezeigt, dass die enge Zusammenarbeit der Feuerwehren über Bezirks- und Gemeindegrenzen hinweg ein wesentlicher Erfolgsfaktor bei der Bekämpfung von Waldbränden ist.

Bewusstseinsbildung als wichtiger Beitrag zur Sicherheit

Neben der Einsatzbereitschaft der Feuerwehren setzt das Land Niederösterreich verstärkt auf Prävention und Sensibilisierung der Bevölkerung. Rund 300 niederösterreichische Gemeinden haben sich an einer Informationsaktion beteiligt und beim NÖ Zivilschutzverband spezielle Informationsbanner und Plakate zur Waldbrandprävention bestellt. Diese Materialien werden noch im August ausgeliefert und sollen an öffentlichen Orten auf die aktuelle Waldbrandgefahr aufmerksam machen sowie wichtige Verhaltensregeln vermitteln.

Ziel der Kampagne ist es, das Bewusstsein für die oft unterschätzte Gefahr zu schärfen. Denn die häufigste Ursache von Wald- und Vegetationsbränden ist nach wie vor menschliches Fehlverhalten. Weggeworfene Zigarettenstummel zählen dabei zu den häufigsten Auslösern. Bereits eine einzige nicht vollständig gelöschte Zigarette kann bei trockenen Bedingungen einen Brand entfachen und erhebliche Schäden verursachen.

Jeder kann Waldbrände verhindern

Die wirksamste Maßnahme gegen Waldbrände bleibt daher umsichtiges und verantwortungsbewusstes Verhalten. Das Einhalten von Rauchverboten im Wald, der Verzicht auf offene Feuerstellen, das Unterlassen des Wegwerfens von Zigaretten sowie Aufmerksamkeit bei allen Tätigkeiten im Wald leisten einen wichtigen Beitrag zum Schutz von Mensch, Natur und Infrastruktur.

Waldbrände sind kein Schicksal, sondern in vielen Fällen vermeidbar. Mit einer gut vorbereiteten Feuerwehr, gezielter Information der Bevölkerung und verantwortungsvollem Verhalten jedes Einzelnen kann das Risiko deutlich reduziert werden. So leisten alle Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher einen wichtigen Beitrag zum Schutz ihrer Wälder.

Links:

Video vom WB Föhrenwald – [fireblog.boku.ac.at]

[noe.orf.at]

Zivilschutztipp des Monats

Notarsprechtag am 29.07.2026 abgesagt

Der Notarsprechtag am 29. Juli 2026 in Frankenfels entfällt.

Dankeschön-Frühstück für Schülerlotsen und Lesepaten

Als Zeichen der Wertschätzung lud die Marktgemeinde Frankenfels die Schülerlotsen sowie die Lesepaten und Lesepatinnen zu einem gemütlichen Frühstück ins Bistro Laubenbachmühle ein.

Mit dieser Einladung bedankte sich die Gemeinde für das wertvolle ehrenamtliche Engagement, das den Kindern in Frankenfels das ganze Jahr über zugutekommt. Die Schülerlotsen sorgen täglich dafür, dass die Schülerinnen und Schüler die Straße sicher überqueren können, und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit.

Ebenso unverzichtbar ist der Einsatz der Lesepaten und Lesepatinnen. Sie schenken den Kindern ihre Freizeit, um gemeinsam zu lesen, die Lesefreude zu fördern und sie beim Erwerb ihrer Lesekompetenz zu unterstützen.

Beim gemeinsamen Frühstück im Bistro Laubenbachmühle bot sich die Gelegenheit, in gemütlicher Atmosphäre miteinander ins Gespräch zu kommen und den Ehrenamtlichen für ihren wertvollen Einsatz herzlich zu danken. Die Marktgemeinde Frankenfels weiß dieses Engagement sehr zu schätzen und freut sich über die große Bereitschaft, sich für das Wohl der Kinder einzusetzen.

Einfamilienhaus in Frankenfels

aa

Achtung – Erhöhte Waldbrandgefahr!

Information zu nächtlichen Grünschnittarbeiten entlang der Mariazellerbahn

Liebe Gemeindebürgerinnen und Gemeindebürger,

im Zeitraum von Ende Juni bis Ende August werden entlang der Strecke der Mariazellerbahn notwendige Grünschnittarbeiten durchgeführt. Diese Maßnahmen dienen der Sicherheit des Bahnverkehrs sowie der Pflege der Bahnstrecke.

Die Arbeiten erfolgen mit speziellen Oberbaufahrzeugen und können aus betrieblichen Gründen ausschließlich während der nächtlichen Zugpausen durchgeführt werden. Tagsüber ist dies aufgrund des laufenden Zugverkehrs nicht möglich.

Geplante Arbeitsabschnitte:

  • KW 26–27: Steinklamm bis Loich
  • KW 28–29: Loich bis Frankenfels
  • KW 30–31: Frankenfels bis Winterbach
  • KW 32–33: Winterbach bis Annaberg
  • KW 34–35: Annaberg bis Mariazell

Trotz größtmöglicher Rücksichtnahme ist während der Arbeiten mit einer nächtlichen Lärmentwicklung zu rechnen.

Wir bitten alle betroffenen Anrainerinnen und Anrainer um Verständnis für diese notwendigen Maßnahmen und bedanken uns für Ihre Geduld.

 

Foto: Weinfranz

Hitzewarnung für den Bezirk St.Pölten

Geosphere Austria (österr. Wetterdienststelle) hat für die nächsten Tage eine Hitzewarnung für mehrere Bezirke – darunter auch der Bezirk St.Pölten – herausgegeben!
Damit Sie gut und möglichst kühl durch den Tag kommen, lohnt sich ein Blick in den Hitze-Ratgeber des NÖ Zivilschutzverbands.
Hier die wichtigsten Tipps:
• Nehmen Sie ausreichend Flüssigkeit zu sich!
• Essen Sie leichte Speisen!
• Halten Sie Ihr Zuhause möglichst kühl!
• Achten Sie auf Sonnenschutz im Freien!
• Betreiben Sie Sport mit Maß und Ziel!
• Denken Sie an Ihre Mitmenschen!
• Bedenken Sie das erhöhte Brandrisiko bei Hitze und Trockenheit!
©Stefan Schweihofer/Pixabay, NÖZSV